Drucken Weiterempfehlen

BentoBox – Die anbieteroffene Paketstation

Von der BentoBox in das Lastenfahrrad. Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

Von der BentoBox in das Lastenfahrrad. Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

Das Zustellfahrzeug steht in der zweiten Reihe und der Empfänger ist nicht zu Hause: Typische Probleme der sogenannten „letzten Meile“. Hier setzt die BentoBox an, um die Paketzustellung gleich beim ersten Versuch zu erreichen. Mit der neuartigen Sammel-/ Verteilstation für Kurier-Express-Paketdienste können unterschiedliche Sendungen effizienter und umweltfreundlicher gelagert und verteilt werden; auch der Empfänger kann sein Paket 24/7 abholen. Die Box kann in Wohngebieten, Einkaufszentren und Bürohäusern eingesetzt werden. In Berlin wurde die Station bereits erprobt.


Typ:
Produkt

Bereich:
Verkehr und Mobilität , Energietechnik

Vorteile und Lösungen

Die anbieterneutrale Paketstation bündelt ein- und ausgehende Sendungen und führt so zu einer Kosteneinsparung in der Zustellung. Im Pilotversuch zeigte sich zudem, dass durch die BentoBox der Autoverkehr reduziert werden konnte: Die Sendungen wurden mit dem Auto nur noch zu einem Punkt ins Zielgebiet gefahren oder von dort abgeholt und dann mit einem Lastenfahrrad feinverteilt. Die Kurierautofahrten wurden so um 85 Prozent reduziert, ohne dass es zu nennenswerten zeitlichen Verzögerungen kam. Damit wird das Verkehrsaufkommen im Ballungsraum deutlich vermindert und der Co2-Ausstoß reduziert.
Kern der BentoBox sind die frei herausnehmbaren Module in verschiedenen Größen und Formen. Jedes Modul ermöglicht eine variable Nutzung – je nach Größe und Anforderung der Packstücke. So kann die BentoBox über GPRS (General Packet Radio Service) von Logistikdienstleistern in unternehmensinterne Disposition einbezogen und auch von Endkunden genutzt werden.

Einsatzgebiet und Zielgruppe

Ballungsräume: die Box kann im Freien, aber auch innerhalb eines Einkaufszentrums oder anderer Gebäude mit viel Publikumsverkehr stationiert werden.

Gefördert durch

Die BentoBox wurde im Rahmen des CityLog Projektes in Berlin erprobt.
Das EU-Projekt CityLog wurde im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms gefördert.
Veröffentlicht am 10.01.2017 ID: 000002

Bilder

Von der BentoBox in das Lastenfahrrad. Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Bedienung der BentoBox. Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
Einlegen eines Pakets durch einen Kurier. Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

Anbieter

Die LogisticNetwork Consultants GmbH ist seit 1998 als unabhängiges, internationales Beratungsunternehmen im Bereich Mobilität und Logistik tätig. Für unsere Kunden aus den Bereichen Industrie, Handel, Dienstleistung und öffentliche Hand entwickeln wir markt- und nutzerkonforme Lösungen. Dabei sind wir von der Konzeption bis zur Umsetzungsunterstützung an allen Phasen der Projektbearbeitung beteiligt.

Kontakt

LogisticNetwork Consultants GmbH
Dipl.-Ing. Andreas Weber
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
Telefon +49 30 585 845 815

Weitere Projektpartner

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin (SenStadt)

SenStadt initiierte und begleitet das Projekt. Vor allem das Einbringen der gesamtstädtischen Perspektive und die Vertretung der Belange der öffentlichen Hand obliegen der Senatsverwaltung.

 

Messenger Transport + Logistik GmbH

Die Firma messenger ist ein ortsansässiger Logistik-Dienstleister. Das seit 1989 bestehende Unternehmen war für die operative Durchführung sowie Nutzung der BentoBox im Rahmen seiner unterschiedlichen Logistik- und Dispositionsprozesse verantwortlich.

 

 

Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK)

Das IPK aus Berlin ist an der Entwicklung des Behälterkonzeptes und bei der Konzeption des Feldversuchs beteiligt. Das IPK führt die Bewertung der Systeme im Gesamtprojekt durch.

Verwandte Innovationen